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Revitalisierung

Die Vitalität eines Lebewesens lässt Rückschlüsse auf seine Reaktions- und Regenerationsfähigkeit und so auch auf die Pufferfähigkeit auf Stress zu. Die Synonyme für Vitalität sind Lebenskraft, Lebensenergie, aber auch Lebendigkeit, oder Power. Häufig wird der Begriff Vitalität falsch verwendet, indem er mit dem Begriff Gesundheitszustand gleichgesetzt
wird. Es ist aber zu beachten, dass ein vitaler Baum von Krankheiten befallen sein kann, während ein weniger vitaler Baum vollkommen gesund ist. Der vitale Baum kann aber Krankheiten besser widerstehen oder regeneriert sich nach einem Befall von Pathogenen schneller. Die Lebensdauer von Baumen als langlebige Organismen reicht über viele Jahrzehnte, manchmal bis zu mehreren Jahrhunderten, und so können auch Individuen einer geringen Vitalität noch Jahrzehnte weiterleben (Thomas, 2003). Besonders alte und mächtige Baume stehen vielfach im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, da sie hohe ökologische, emotionale, ästhetische und ggf. kulturhistorische Werte aufweisen. Damit verbunden sind Fragen nach einem möglichst langen Erhalt von Baumveteranen und Baumgreisen, auch dann, wenn diese eine geringe Vitalität aufweisen (Fay, 2015). Sowohl aus Sicht des Naturschutzes als auch aus kulturhistorischer Sicht besitzen stark dimensionierte Altgehölze eine hohe Relevanz als Lebensraum für verschiedenste Tiere und als Kulturzeugnis („Alterswert“ nach A. Riegl) (Kowarik et al., 1998). Mit dieser Thematik ist eine große Bandbreite von Fragen verbunden. Das Kapitel widmet sich so den folgenden Fragen:
 
  • Wie lässt sich die Vitalität von Gehölzen einschätzen und wie kann man die Ursachen für die Vitalitätsentwicklung finden?
  • Ist eine Revitalisierung alter Geholze möglich?
  • Welche Methoden können hierzu angewandt werden?
  • Finden sich in der historischen Literatur Belege für Methoden der Revitalisierung an Altgehölzen
  • Welche Mittel zur Erfolgskontrolle für eine Revitalisierung können angewendet werden?

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungs-und Tabellenverzeichnis Kapitel 4